Einführung in die Regellogik der Magenta SmartHome App

Allgemein

Regeln können über den neuen Menüeintrag „Regeln“ aufgerufen werden. Sie kommen bei der Erstnutzung auf die leere Regelübersicht. Sie haben die Möglichkeit „Mehr über Regeln zu erfahren“ oder aber eine neue Regel über das ‚+‘ zu erstellen.

1. WENN, DANN, DANACH Logik

Die WENN, DANN, DANACH Logik wurde eingeführt um die Erstellung einer Regel mit Unterstützung des 'normalen' Sprachgebrauchs zu ermöglichen. Hierbei wurde darauf geachtet die Logik der Regel von oben nach unten lesbar und somit transparenter zu machen in welcher Mechanik die Regel reagieren wird.



WENN
Die WENN Sektion beinhaltet die Sensorik zu der Zeit als auch Anwesenheitsstatus gehören. Hier konfigurieren Sie die Ereignisse und die Bedingungen die eintreten müssen bevor Aktoren geschaltet oder eine Pushnachricht verschickt werden soll.

DANN
Wird die Kombinatorik in der WENN Sektion logisch 'wahr', dann erfolgt die in der DANN Sektion konfigurierte Aktion. Die Geräte schalten dann in den gewünschten Zustand.

DANACH
Weil die meisten Nutzer mit Magenta SmartHome bisher Situationen angelegt haben, die sowohl einen 'Einschaltstatus' als auch einen 'Ausschaltstatus' haben, wird Ihnen optional die Funktion DANACH angeboten. Hier können sowohl die in der DANN Sektion eingefügten Geräte bearbeitet werden als auch weitere beliebige Geräte hinzugefügt bzw. entfernt werden. 
Wird die DANACH Sektion hinzugefügt werden initial die Geräte aus der DANN Sektion automatisch im Gegenzustand hinzugefügt (z.B. statt "Lampe an" dann entsprechend "Lampe aus".
Wichtig: Das gilt nicht für Pushnachrichten oder Geräte die nur einen Zustand haben können.

Ist die DANACH Sektion bereits hinzugefügt wird jedes in der DANN Sektion neu hinzugefügte Geräte ebenfalls in der DANACH Sektion im gegenteiligen Zustand hinzugefügt. Das funktioniert allerdings nur in diese Richtung, es wird keine Änderung in der DANN Sektion vorgenommen wenn in der DANACH Sektion Konfigurationen vorgenommen werden. Änderungen in der Konfiguration der Geräte der DANN Sektion haben nach der initialen Anlage keinen Einfluss mehr auf die Konfiguration der Geräte in der DANACH Sektion weil wir ab diesem Moment davon ausgehen, dass Sie mit der Einstellung der DANACH Sektion einverstanden ist. Möchten Sie daher Ihre Änderungen der DANN Sektion für DANACH übernehmen, muss dies manuell geschehen.

DANACH wird nur dann ausgelöst wenn zuvor DANN ausgelöst wurde, d.h. wenn die Kombinatorik in der WENN Sektion logisch 'wahr' wird, wird zunächst die Aktion der DANN Sektion ausgeführt, erst danach kann die Aktion in der DANACH Sektion ausgeführt werden wenn die Kombinatorik in der WENN Sektion logisch 'unwahr' wird. Eine Kombinatorik in der WENN Sektion die logisch 'unwahr' wird bevor sie 'wahr' war führt nicht zum Auslösen der Aktion in der DANACH Sektion, es besteht einen Abhängigkeit zur DANACH Sektion.

Voraussetzungen für eine Regel
Um eine Regel anzulegen bzw. speichern zu können ist es verpflichtend mindestens eine Auswahl in der WENN Sektion getroffen zu haben und mindestens eine Aktion (Aktor/Pushnachricht) in der DANN und/oder der DANACH Sektion. Ansonsten ist eine Regel nicht funktionsfähig.

Regeln pausieren
Auf vielfachen Kundenwunsch ist ab sofort Jede Regel 'pausierbar'. Das heißt Sie können ohne die Regel vollständig zu löschen entscheiden ob die Regel angewendet werden soll oder nicht (z.B. wenn Sie im Urlaub sind). Das ist über einen Schalter an jeder Regel in der Regelübersicht einstellbar.

2. DAUER einer Regel

Die Zeitkomponente DAUER kann in der DANN Sektion ausgewählt werden. Werden die Bedingungen in der WENN Sektion 'wahr' wird die in der Dauer eingestellte Zeit (für 1-59 Sek oder für 1-180 min) heruntergezählt. Nach Ablauf der DAUER werden die Aktoren in der DANACH Sektion aktiviert. Dabei ist es NICHT Voraussetzung, dass die Bedingungen in der WENN Sektion wieder 'unwahr' werden. Werden die Bedingungen allerdings 'wahr', dann 'unwahr' und wieder 'wahr' bevor die Dauer abgelaufen ist startet die Regel von neuem und die Dauer beginnt erneut vom eingestellten Wert herunter zu zählen. Der alte "Countdown" wird demnach 'verworfen'.

Das ist für Anwendungsfälle sinnvoll, die einen auslösenden Event und Zeit (nicht Uhrzeit) kombinieren wie z.B. "Schalte das Licht an und nach x Minuten wieder aus auch wenn die Tür auf bleibt".

DAUER bedingt immer einen zweiten Zustand den Aktoren einnehmen müssen wenn die DAUER abgelaufen ist. Das heißt eine DANACH Sektion wird somit zwingend notwendig. Deshalb wird automatisch die DANACH Sektion zur Regel hinzugefügt sobald die DAUER ausgewählt wird. Entfernt man die DANACH Sektion wird somit auch die DAUER aus der Regel entfernt.



3. VERZÖGERUNG einer Regel

Die Zeitkomponente VERZÖGERUNG kann in der DANACH Sektion ausgewählt werden. Werden die Bedingungen in der WENN Sektion 'wahr' erfolgt die in der DANN Sektion konfigurierte Aktion. Werden die Bedingungen 'unwahr' wird die in der VERZÖGERUNG eingestellte Zeit (nach 1-59 Sek oder nach 1-180 min) heruntergezählt bevor die Aktionen in der DANACH Sektion ausgeführt werden. 

Das ist für Anwendungsfälle sinnvoll, wie z.B. "Schalte das Licht an WENN die Tür aufgeht, schalte es aber erst nach x Minuten wenn die Tür wieder zu geht".


Wichtig: DAUER und VERZÖGERUNG können nicht parallel in eine Regel eingebunden werden. Möchten Sie eine VERZÖGERUNG einstellen wenn Sie bereits eine DAUER definiert haben, oder umgekehrt, fragt Sie das System welche der beiden Einstellungen aktiviert werden soll. Die jeweils nicht ausgewählte Komponente wird dann vom System entfernt.


4. UND, ODER und GRUPPIERUNGEN in der WENN Sektion


ODER
Wählt ein Nutzer Sensoren für die WENN Sektion aus werden diese initial mit dem logischen Operator ODER verknüpft. Das heißt, wenn nur einer der Sensoren (gilt auch für Uhrzeit und Zuhause/Abwesend) den gewünschten Zustand erreicht, wird die Aktion in der DANN Sektion ausgeführt.



UND
Mit dem UND Operator hat der Nutzer die Möglichkeit auch Bedingungen zu definieren, die bei einem Zustandswechsel eines in der Regel eingesetzten Sensors geprüft werden. Man kann somit eine Regel definieren die erst dann eine Aktion auslösen soll, wenn z.B. beide Türen offen sind. 

Technisch wird geprüft ob Tür 1 offen ist, wenn Tür 2 gerade geöffnet wird und vice versa. 


GRUPPIEREN
Sie haben die Möglichkeit Sensoren in Gruppen zu ordnen. Es wird dann möglich in einer Gruppe einen anderen Operator zu wählen als außerhalb der Gruppe. Wird innerhalb einer Gruppe der gleiche Operator gewählt, wie außerhalb der Gruppe, bleibt die Gruppe logisch unwirksam. Die Anzahl der Gruppen ist nicht beschränkt genauso wie die Anzahl der verwendeten Sensoren.


Im Folgenden zeigen wir Ihnen mögliche Kombinatoriken und die Bedingungen, die zur Ausführung der Aktion in der DANN Sektion führen:

Eine Gruppe und ein Sensor außerhalb der Gruppe:

  • Sensoren in der Gruppe sind mit ODER verknüpft und außerhalb der Gruppe ist ein weiterer Sensor mit UND verknüpft
  • → Nur einer der Sensoren innerhalb der Gruppe muss den Zielwert erreichen/erreicht haben und der Sensor außerhalb der Gruppe muss den Zielwert parallel erreichen/erreicht haben
  • Sensoren in der Gruppe sind mit UND verknüpft und außerhalb der Gruppe ist ein weiterer Sensor mit ODER verknüpft 
  • → Alle Sensoren innerhalb der Gruppe müssen den Zielwert erreichen/erreicht haben oder der Sensor außerhalb der Gruppe muss den Zielwert erreichen haben


Zwei Gruppen und ein Operator zwischen den Gruppen:

  • Sensoren in den Gruppen sind mit ODER verknüpft und die Gruppen sind mit UND verknüpft 
  • → Mindestens einer der Sensoren innerhalb der jeweiligen Gruppe müssen parallel den Zielwert erreichen/erreicht haben
  • Sensoren in der Gruppe sind mit UND verknüpft und die Gruppen sind mit ODER verknüpft
  • → Alle Sensoren innerhalb mindestens einer der Gruppen müssen die Zielwerte erreichen/erreicht haben

Speichern Abbrechen
Hat Ihnen diese Antwort geholfen?
  • Ja
  • Nein
2 hilft diese Antwort